Kleiner Ausflug der SHG Darmstadt

Veröffentlichungsdatum | 2. Mai 2014 | Helge Morche

Aktualisierung: 13. Januar 2019

    

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  Prettlacksches Gartenhaus                              Foto Dieter Volz

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Zu unserem „besonderen Treffen“ hatten wir uns am Samstag nach Ostern am Hauptportal vor dem Darmstädter Schloss verabredet. Werner Schmachtenberg übernahm die Führung und wir spazierten in Richtung Norden. Vorbei am neu angelegten Schlossgraben, der bald ein kleiner öffentlicher Park sein wird, ging es auf den innerstädtischen Campus der TU Darmstadt. Unser Cicerone Werner, zur Zeit selbst Student an der TU, stellte uns hier einige der ältesten Gebäude und die neuesten Bauten in diesem Bereich der Universität vor.

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Bald danach waren wir im Prinz-Emil-Garten angelangt. Er bestand ursprünglich aus zwei kleineren Parkanlagen. Als in der Mitte des 18. Jahrhundert die beiden Areale zusammengelegt wurden, standen bereits im Osten das Prettlacksche Gartenhaus und im Norden das Prinz-Georgs-Palais, in dem die Großherzogliche Porzellansammlung ausgestellt ist. In den vergangenen zehn Jahren wurde das gesamte Gelände umgestaltet und, so weit wie möglich, in seinen ursprünglichen Zustand versetzt. Heute ist aus der gesamten Anlage wieder ein typischer Rokokogarten geworden. Beete mit Nutzpflanzen sind mit Blumenrabatten und Ziereinfassungen versehen. Sogar die umgebenden Bäume sind nach den Regeln eines spätbarocken französischen Gartens beschnitten. Die Fassade des Prettlackschen Gartenhauses wurde vor ein paar Jahren wieder originalgetreu dekoriert. Hilfreich für alle diese Rekonstruktionen waren Pläne und Aufnahmen aus der Entstehungszeit.

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Seit über hundert Jahren ist die Großherzogliche Porzellansammlung im „Porzellanschlösschen“ der Öffentlichkeit zugänglich.

Sie stellt mit tausenden Ausstellungsstücken die künstlerische Entwicklung der europäischen Keramik von ihren Anfängen bis zum ausgehenden 19. Jahrhundert dar.

Neben Porzellan, Fayencen und Steingut, die in Kelsterbach, Höchst, Meißen und Nymphenburg gefertigt wurden, sind Erzeugnisse aus Wien, St. Petersburg und Sèvres und vielen anderen bekannten Manufakturen zu bewundern.

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Ein Besuch von Garten und Sammlung lohnt sich allemal !

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Zum Abschluss kehrten wir in das „Herrengartencafé“ ein. Es war immer noch angenehm warm und wir konnten im Freien sitzen. Außerdem gab es noch eine sehr nette Überraschung: Ein Mitglied konnte vor Kurzem einen runden Geburtstag feiern und hatte uns daher zu Kaffee, Kuchen und noch viel mehr eingeladen.