Spaziergang über die Rosenhöhe

Veröffentlichungsdatum | 24. Juni 2015 | Helge Morche

Aktualisierung: 13. Januar 2019

Rosenhöhe

Foto Dieter Volz

.

Eine Selbsthilfegruppe ist nicht nur eine Gemeinschaft von Betroffenen, sie ist mehr als ein Stuhlkreis für Menschen mit Sorgen und Problemen. Gemeinsame Unternehmungen außerhalb der „Gruppenstunden“ sind eine gute Gelegenheit, sich in zwangloser Runde auch den angenehmen Seiten des Lebens zuzuwenden.

So hatten wir uns am Samstag, den 13. Juni 2015, vor dem Pförtnerhäuschen am Fuße der Rosenhöhe getroffen. Dieter Volz führte den Spaziergang an, und gab Erläuterungen zu den Sehenswürdigkeiten, an denen wir vorbeikamen.
Der Park, ehedem ein Weinberg, wurde im 19. Jahrhundert als großzügiger englischer Landschaftsgarten mit teils exotischem Baumbestand angelegt.
Zunächst gingen wir zum ehemaligen Palais, in dem einst die Preußische Gesandtschaft ihren Sitz hatte. Das imposante Gebäude wurde im zweiten Weltkrieg völlig zerstört und nur der Schlussstein des Portals ist noch erhalten. Hecken und ein Brunnen lassen die Ausmaße dieses ehemaligen Prachtbaues erahnen.
Vorbei am geschindelten Gartenhaus, gelangten wir zu den offenen Grabstätten der Mitgliedern der Großherzoglichen Familie, die hier in den Jahren 1903 bis 1997 beigesetzt worden waren. Die Eltern von Großherzog Ernst-Ludwig haben im Neuen Mausoleum ihre letzte Ruhe gefunden. Das Alte Mausoleum der Familie war 1826 erbaut und 1869 erweitert worden.
Der Parkt birgt eine besondere Attraktion aus der Zeit des Biedermeiers: Das Teehäuschen, von Georg Moller gestaltet, war nach einer aufwendigen, dreijährigen Sanierung wieder für den Bürger geöffnet worden. Wir kamen zufällig zur Einweihungsfeier und konnten deshalb sogar das Innere dieses Darmstädter Kleinods besichtigen.
Ein kurzer Blick in den Kräutergarten, und wir standen am Eingang des Rosariums. Großherzog Ernst-Ludwig hatte diese Anlage als Kernstück des Parks im Jahre 1900 anlegen lassen. Durch eine Kombination des englischen und des italienischen Gartenstils war, nach den Worten des Erbauers, ein Garten entstanden „wie man ihn in Deutschland noch nicht kannte“.
Vorbei am „Spanischen Turm“ ging es nun zum letzten Programmpunkt des Nachmittags:
Der Hof vor dem Café und Hofladen der Domäne Oberfeld war unsere letzte Station. Wir ließen beim Verzehr von nachhaltig produzierten und fair gehandelten Bioprodukten den Nachmittag mit einem Plausch ausklingen.