Krebs und Sport

Veröffentlichungsdatum | 23. Juli 2015 | Helge Morche

Aktualisierung: 1. Dezember 2015

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Foto W. Schmachtenberg

 

Ende November hatte der Verein für psychosoziale Krebsberatung „Weiterleben e. V.“ zu einer Veranstaltung in das Klinikum Darmstadt eingeladen. Unter dem Titel „Krebs und Sport“ fand ein Vortrags- und Informationsabend statt, an dem auch die ShG Blasenkrebs Darmstadt teilgenommen hat.

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Im ersten Beitrag stellte der Internist Dr. Andreas Rost die unterstützende Rolle von körperlichen Aktivitäten bei Tumorerkrankungen dar. Das Fazit war, dass von der Prävention über die Therapie, auch bei einer palliativen Behandlung, eine angemessene physische Belastung des Menschen unbedingt zu befürworten ist. Das Risiko bestimmter Krebserkrankungen sinkt durch sportliche Betätigung und sie fördert den Körper nach der Operation und während einer Chemo- oder Strahlentherapie. Abwehrkräfte werden mobilisiert und es kommt zu einer Steigerung der Lebensqualität in jeder Phase der Krankheit.

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Im anschließenden Vortrag stellte die Leitende Physiotherapeutin Anke Bettermann die verschiedensten Möglichkeiten der Körperertüchtigung während und nach einer akuten Krebserkrankung vor. Für jeden einzelnen Patienten muss Art und Umfang des Trainings im Rahmen seiner momentanen Verfassung festgelegt werden. Bewegung und Anstrengung darf nicht zur Qual werden sondern es soll und wird sich Wohlbefinden einstellen.

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Innehalten, sich sammeln und erholen ist ein weiterer Teil der Therapie. Mit Anweisungen in sanftem Tonfall und unter weichen Widerhall von Klangschalen, entließ schließlich die Psychologin und Entspannungstherapeutin Nicole Bolitsch die Teilnehmer ruhig und gelöst nach Hause.