Besuch des Eisenbahnmuseums Kranichstein

Veröffentlichungsdatum | 22. April 2016 | Helge Morche

Aktualisierung: 14. Juni 2016

 

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Bilder Dieter Volz
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Einmal im Jahr veranstaltet die Gruppe ein besonderes Treffen außerhalb des üblichen Rahmens, nämlich eine gesellige Zusammenkunft an einem sehenswerten Ort in oder in der Nähe von Darmstadt.
So besuchten wir am Sonntag nach Pfingsten das Eisenbahnmuseum in Darmstadt-Kranichstein.
Wir starteten dort mit einer Vorführung des Bahnbetriebs im historischen Stellwerk. An original mechanischen Museumsstücken wurde die Handhabung und Funktionsweise einer solchen Einrichtung vorgeführt. Daneben bekamen wir aufgezeigt, wie diese Technik die Anforderungen an den sicheren Bahnbetrieb gewährleistete. Die einzelnen Schritte veranschaulichte die Fahrt eines Schienenbusses auf einer Modelleisenbahnstrecke.
Danach begann die eigentliche Besichtigung. Zunächst gab es an einem aufgeschnittenen Exemplar eine theoretische Einführung in die Arbeitsweise einer Dampflok. Man erklärte uns, wie aus Kohlenglut und Wasser der zum Antrieb notwendige überhitzte Dampf erzeugt und ökonomisch eingesetzt wurde.
Der nächste Halt zeigte, wie durch einen zusätzlichen Einsatz einer Zahnradvorrichtung auch extrem steile Gleisstrecken bewältigt werden konnten.
Darauf präsentierten sich ein paar Raritäten der Eisenbahnwelt. So das im Jahr 1933 gebaute „Schweineschnäuzchen“, ein Triebwagen mit Dieselmotoren.
Vorbei an der betriebsbereiten Drehscheibe ging es nun in den Lokschuppen. Hier standen sie nun, die riesigen Dampfrösser. Wir konnten uns auf den Führerstand eines dieser Kolosse begeben, den Arbeitsbereich von Lokführer und Heizer. Letzterer musste übrigens in einer Schicht bis zu zehn Tonnen Kohlen vom Tender in die Brennkammer der Lok schaufeln.
Das Eisenbahnmuseum verfügt über eine funktionsfähige Schmiede und versetzt so die ehrenamtlichen Mitarbeiter in die Lage, Instandsetzungen und Reparaturen an den Schienenfahrzeugen vorzunehmen.
Daneben gibt es noch eine komplette Schlosserwerkstatt zu sehen, die allerdings nicht mehr in Betrieb ist.
Die Führung war beendet, und wir schauten uns auf dem riesigen Gelände noch einige Ausstellungsstücke an.
Zum erholsamen Abschluss dieses Ausfluges haben wir uns dann in den nahen Bayerischen Biergarten begeben. Bei einer deftigen Brotzeit saßen wir dort noch eine ganze Weile gemütlich zusammen.