Zwei Vorträge in der Uniklinik Frankfurt

Veröffentlichungsdatum | 11. Oktober 2018 | Franz Hagenmaier

Aktualisierung: 11. Oktober 2018

UCT-FlyerHeute darf ich auf zwei Termine hinweisen, nämlich die beiden besonderen Gruppentreffen am 3. Dienstag im Oktober + November.
Der Oktobertermin ist für Männer interessant die ihre Blase noch haben,
der Novembertermin für alle, die eine Neoblase oder einen Pouch tragen:

Am Dienstag dem 16. Oktober 2018 um 17:30 Uhr wird Herr Prof. Dr. Felix Chun, Direktor der Klinik für Urologie, Uniklinik Frankfurt, im Rahmen der UCT-Patienten-Inforeihe einen Vortrag halten,
Thema: “Metastasierter Prostatakrebs – was kann eine OP leisten“.
Im Anschluss gehen wir dann in unseren Gruppenraum C333, in welchem ab 18:00 Uhr Jürgen Martin unsere SHG-Gesprächsrunde führt. Erfahrungsaustausch Betroffener wie immer.

Am Dienstag dem 20. November 2018 um 18:00 Uhr wird Herr Prof. Dr. Nicholas Obermüller, Oberarzt Nephrologie, Uniklinik Frankfurt, in einem speziellen Neoblasen-Erfahrungsaustauschfür uns einen Vortrag halten,
Thema: “Niereninsuffizienz – Progression – Prävention – im Zusammenhang mit Neoblase“.
Der Vortrag soll Anregungen für die anschliessende Fragerunde mit dem Nephrologen geben und den Erfahrungsaustausch der Neoblasen-Träger unterstützen. Ausdrücklich sind Interessenten aus anderen Blasenkrebs-SHG herzlich eingeladen.
Denn was viele Neoblasenträger nicht wissen: Die Nieren sterben leise!
Während bei einer normalen Harnblase der Urin nicht wieder in den Körper aufgenommen wird, kommt es bei der Ersatzblase zu einer teilweisen Resorption von Urinbestandteilen. Damit sind die Nieren gefordert, viel mehr Urin zu produzieren, als tatsächlich am Ende aus dem Körper ausgeschieden wird. Diese Dauerbelastung können die Nieren nur bis zu einem Serum-Kreatininwert von 2 mg/dl leisten. Ist die Nierenfunktion dagegen schlechter, kommt es durch diese Rückresorption zu einer immer weiteren Reduktion der Nierenleistung. Unter diesen Umständen ist es wichtig, die Neoblase bei schlechter Nierenfunktion nicht nur über einen Einmalkatheterismus, sondern über eine Dauerableitung mit Katheter permanent leer zu halten. Dadurch kann dann langfristig in den vielen Fällen die Nierenfunktion erhalten bleiben. Alternative: Umwandlung in ein Ileum-Conduit mit Stoma oder die Dialyse.

Mich würde freuen, wenn beide interessanten Veranstaltungen gut besucht werden,
und wir in Kontakt bleiben.

Herzliche Grüße
Franz Hagenmaier