Weltnichtrauchertag am 31.05.2018

Veröffentlichungsdatum | 30. Mai 2018 | Bettina Lange

Aktualisierung: 30. Mai 2018

Am 31.05.2018 ist Weltnichtrauchertag. Warum posten wir das auf unserer Homepage? Rauchen ist der Hauptrisikofaktor für die Entstehung von Blasenkrebs!
 
Die giftigen chemischen Abbauprodukte des Tabaks werden im Urin in der Blase mehr oder weniger lange gespeichert. In der Schleimhaut lagern sich diese Stoffe ab und begünstigen dort das Entstehen von Krebs. Daher empfiehlt der ShB: werden oder bleiben Sie Nichtraucher! Mehr erfahren: hier

Motto des Weltnichtrauchertags „Pass auf, an wen du dein Herz verlierst!“

Die Deutsche Krebshilfe und das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN (ABNR) infomieren mit dem Motto der Weltnichtrauchertags „Pass auf, an wen du dein Herz verlierst!“ über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens. Der Blasenkrebs ist ja nur eine Folge unter vielen anderen. Des Weiteren haben das ABNR und die Deutsche Krebshilfe das “Rauchfrei-Siegel 2018” verliehen an ZDF-Krimiserie “SOKO Wien”, weil dort bewusst auf rauchende Charaktere verzichtet wird.
 

Hier die ausführliche Pressemitteilung dazu:

„Pass auf, an wen du dein Herz verlierst!“ – so lautet das Motto des diesjährigen Weltnichtrauchertags am 31. Mai in Deutschland. Das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN (ABNR) und die Deutsche Krebshilfe nehmen dies zum Anlass, über die gesundheitlichen Folgen des Rauchens zu informieren. Auf der heutigen Pressekonferenz forderten sie die Bundesregierung auf, die Tabakprävention weiter voranzutreiben. Dass es auch ohne Qualm geht, beweist die beliebte ZDF-Krimiserie „SOKO Wien“. Diese verzichtet bewusst auf rauchende Charaktere und hat somit Vorbildfunktion. Daher verlieh das ABNR gemeinsam mit der Deutschen Krebshilfe der Serie das Rauchfrei-Siegel 2018. Die ZDF-Redakteurin Silvia Lambri nahm die Auszeichnung gemeinsam mit der Schauspielerin Lilian Klebow entgegen.
 
Rauchen verringert die Lebenserwartung durchschnittlich um etwa zehn Jahre. Jedes Jahr sterben bundesweit rund 120.000 Menschen an den Folgen des Tabakkonsums, dies sind etwa 13 Prozent aller Todesfälle. „Der größte Anteil tabakbedingter Todesfälle ist auf Krebserkrankungen zurückzuführen, gefolgt von Herz-Kreislauf- und Atemwegserkrankungen“, sagt Gerd Nettekoven, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Krebshilfe. „Bereits geringe Tabakmengen erhöhen das Sterberisiko.“ Rauchen begünstigt das Entstehen von mindestens zehn Krebsarten wie beispielsweise Lungen-, Kehlkopf- und Speiseröhrenkrebs.

Tabakkonsum schadet

Tabakkonsum schadet darüber hinaus den Blutgefäßen und dem Herzen immens: Rauchen gehört zu den häufigsten Ursachen für Herzinfarkte, Arteriosklerose sowie Schlaganfälle. „Nikotin ist ein starkes Nervengift. Es stimuliert das Herz dazu, abnormal schnell zu schlagen und dadurch unnatürlich viel Sauerstoff zu benötigen“, sagt Professor Dr. Helmut Gohlke, Mitglied im Vorstand der Deutschen Herzstiftung e.V. „Stickoxide, Kohlenmonoxid und Kohlenwasserstoffe des Tabakrauchs treiben den Herzschlag zusätzlich an und steigern den Blutdruck. Gleichzeitig verengen sich die Blutgefäße. Zudem verändern sich die Fließeigenschaften des Blutes ungünstig. All dies ist Stress für Herz und Gefäße“, so der Herzspezialist. Raucherinnen und Raucher haben daher ein zwei- bis vierfach höheres Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, als Nichtraucher. Auch Passivrauchen schadet: Es erhöht die Gefahr eines Schlaganfalls um 20 bis 30 Prozent.
 
Das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN, in dem neben der Deutschen Krebshilfe und der Deutschen Herzstiftung weitere dreizehn bundesweit tätige Gesundheitsorganisationen vertreten sind, fordert daher konsequente Schritte, um den Tabakkonsum in Deutschland weiter einzudämmen. „Angesichts der dramatischen Folgen des Rauchens fordern wir die Bundesregierung dazu auf, ein umfassendes Nichtraucherschutzgesetz durch eine bundeseinheitliche Regelung einzuführen, die Tabakwerbung zu verbieten, Steuern für Tabakprodukte weiter zu erhöhen sowie ein Rauchverbot in Autos bei Anwesenheit Minderjähriger einzuführen“, sagt Dr. Martina Pötschke-Langer, Vorsitzende des ABNR.
 
In Deutschland rauchen derzeit noch immer fast jeder dritte Mann und jede vierte Frau – weit mehr als in anderen Ländern Europas. Von den Minderjährigen konsumieren etwa zehn Prozent dieser Altersgruppe Zigaretten. „Zwar ist der Trend zum Rauchen klassischer Tabakprodukte seit Jahren rückläufig, allerdings werden E-Zigaretten und neuartige Nikotinprodukte speziell bei jungen Menschen zunehmend beliebter. Dies betrachten wir mit Sorge, unter anderem, weil das Rauchverhalten als solches wieder ‚chic‘ werden könnte“, so Pötschke-Langer.
 
Ebenfalls auf dem Vormarsch sind Rauchszenen in Filmen, insbesondere in Krimis. „Besonders beunruhigend ist dabei, dass häufig in Kinder- und Jugendfilmen, also in Filmen ohne Altersbeschränkung, geraucht wird“, betont Professor Dr. Reiner Hanewinkel, Leiter des Instituts für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord). Eine Vielzahl von Studien belegt, dass Jugendliche, die häufig Filme mit rauchenden Stars sehen, später oft zur Zigarette greifen.

Am Weltnichtrauchertag wurde das “Rauchfrei-Siegel 2018” verliehen

Anlässlich des Weltnichtrauchertages verliehen die Deutsche Krebshilfe und das AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN daher der Serie „SOKO Wien“ das Rauchfrei-Siegel 2018. Das begehrte Siegel zeichnet Produktionen aus, die auf rauchende Charaktere verzichten oder diese grundsätzlich nicht als Identifikationsfiguren darstellen. Die Auszeichnung nahm die ZDF-Redakteurin Silvia Lambri im Beisein der Schauspielerin Lilian Klebow persönlich entgegen. Diese spielt in der Serie die sportlich-kecke Gruppeninspektorin Penny Lanz, die mit ihren unkonventionellen Ermittlungsmethoden das SOKO-Team bereichert. Zuletzt wurde das Rauchfrei-Siegel an den Kinder- und Familienfilm „Auf Augenhöhe“ vergeben.
 
Die Deutsche Krebshilfe und das ABNR stellen kostenlos ein aktuelles Plakat zum Weltnichtrauchertag sowie Informationsbroschüren und -faltblätter für Veranstaltungen online bereit. Diese können bestellt oder heruntergeladen werden unter: www.weltnichtrauchertag.de.
 
Quelle: Pressemitteilung von DKH und ABNR vom 29.05.2018